| Schulstationen Projekte der schulbezogenen Sozialarbeit an Grundschulen |
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Primäre Zielgruppe der Schulstationen sind die SchülerInnen der Schule. Sie sollen zudem als Anlaufstelle für LehrerInnen und Eltern dienen sowie durch die Vernetzung mit weiteren sozialen Einrichtungen in den Sozialraum ausstrahlen. Rechtsgrundlage für ihre Arbeit sind die §§ 1, 11, 13 KJHG in Verbindung mit § 14 AGKJHG. Ziele Mit der Schulstation sollen Möglichkeiten zu präventiver, familienorientierter Jugendarbeit direkt in der Schule angeboten werden, um so eine enge Kooperation zwischen Jugendhilfe und Schule im Bezirk zu erreichen. Diese Arbeit soll bewirken, dass Gewalt nicht als konfliktlösend anerkannt wird, Brüche in schulischen Lebensläufen vermieden werden, die Eigenkompetenz zur Überwindung sozialer und individueller Notlagen von Kindern und deren Familien entwickelt und gestärkt wird, Eltern in der Erziehung und Bildung ihrer Kinder unterstützt werden, soziale Benachteiligung und ihre möglichen Folgen reduziert und abgebaut werden, die Lebenswelt im Allgemeinen und im Besonderen „Schule“ positiver und erfolgsorientierter gestaltet und erlebt wird und somit ein ganzheitliches Leben, Lernen und Wachsen ermöglicht wird. Im Sinne der Sozialraumorientierung kooperieren die
Schulstationen mit den MitarbeiterInnen der Regionalen Sozialpädagogischen
Dienste (Teilnahme an Helferrunden und Austausch bzw. Beratung Angebote an die SchülerInnen Die Angebote richten sich an SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern der einzelnen Schulen. In der Schulstation können die SchülerInnen sich in einem „geschützten Raum“ ausruhen, entspannen und von ihren Erlebnissen und Problemen erzählen, am Computer arbeiten, Musik hören oder miteinander kochen und backen. Sie bekommen Unterstützung bei der Entwicklung von Strategien zur Konfliktlösung – auch im Umgang mit MitschülerInnen, Eltern und LehrerInnen – und werden angeleitet bei der Stärkung ihrer sozialen Kompetenzen. Auch bei Lern- und Leistungsschwierigkeiten erhalten sie hier Hilfe und werden während des Unterrichtes im Rahmen des regelmäßigen Angebots „soziales Lernen“ für einzelne Klassen in Zusammenarbeit mit den LehrerInnen oder in Form von Einzelförderung unterstützt. Es werden verschiedene Arbeitsgemeinschaften (Schach-AG, Fußball-AG) und Projekte angeboten. Darüber hinaus wird in thematischen und geschlechtsspezifischen Kleingruppen („Spiel- und Spaß-Gruppe“ für sozial unsichere Kinder, „Mädchenclub“, „Jungengruppe“, „Actionclub“) gearbeitet, und die Kinder werden informiert über und begleitet zu weiterführenden Freizeit- und Hilfsangeboten. Angebote an die LehrerInnen und Eltern LehrerInnen können wir bei Bedarf und nach Absprache entlasten. Wir vermitteln bei Konflikten, begleiten bei Hausbesuchen und auch auf Klassenfahrten, unterstützen bei Projektarbeiten im Klassenverband (z.B. „Batterie im Schulranzen“) und der Elternarbeit. Den Eltern bieten wir Beratung und Information über Freizeitangebote, Beratungsstellen und Zuständigkeiten der sozialen Einrichtungen. Bei Bedarf stellen wir einen Erstkontakt her und bieten Begleitung. Wir nehmen teil an schwierigen Eltern-Lehrergesprächen und vermitteln. In Zusammenarbeit mit dem Kinderclubhaus wird ein „Väterbrunch“ organisiert. Über die gemeinsamen Inhalte der Arbeit hinaus gibt es an den beiden Schulstationen verschiedene spezifische Angebote aufgrund der Unterschiedlichkeit der Schulen, des Kiezes und der Qualifikationen der Mitarbeiter. Die Mitarbeiter der Schulstation „Blauer Planet“ beraten beispielsweise in türkischer und arabischer Sprache. Die Schulstationen sind während der Schulzeit und darüber hinaus geöffnet. Sie präsentieren sich und ihre Arbeit auf den Schul- und Kiezfesten. |
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